Wirtschaft von Mauritius.

Die stabile politische Lage auf der Insel nach der Unabhängigkeit zog in hohem Maße ausländische Investoren an, was Mauritius eines der höchsten Pro Kopf - Einkommen Afrikas einbrachte. Vor der Unabhängigkeit war die Wirtschaft in Mauritius fast nur von Zuckerrohr abhängig. Doch das Land hat es geschafft die Industrie-, Bank- und Tourismusbranche auszubauen und zu fördern, was zu dem relativ hohen Lebensstandard führte.
Der wichtigste Industriezweig ist der Tourismus. Die mauritische Regierung hat allerdings auch erkannt, dass der Tourismus Boom der letzten Jahre schädliche Auswirkungen auf die Umwelt gehabt hat und räumt dem Umweltschutz seit einiger Zeit eine höhere Priorität ein. Auf Mauritius sieht man zwar gerne steigende Besucherzahlen, tut auf der anderen Seite aber alles, um Massentourismus a la Mallorca zu verhindern. Das macht man natürlich auch über den Preis, es gibt strenge Auflagen für neue Hotels und die Mehrheit bietet "gehobenen Standard".
 
Da es keine Bodenschätze gibt, muss man ausländische Investoren umwerben und eine Exportindustrie schaffen, die sich auf hochwertige Spezialwaren und nicht auf billige Massenware stützt. Langfristig versucht sich Mauritius auch als Anbieter von Kommunikations- und IT - Dienstleistungen sowie in der fischverarbeitenden Industrie zu positionieren, wozu es sich wegen seiner geographischen Lage am Schnittpunkt zwischen Asien und Afrika gute Chancen ausrechnet. Auch das Ausbildungsniveau auf der Insel ist hoch, dazu kommen noch die politische Stabilität und eine gute Infrastruktur.
Mauritius hat vor allem in den 80er und 90er Jahren eine enorme Entwicklungsleistung erbracht. Die reale Kaufkraft pro Kopf, die Lebenserwartung (72 Jahre gegenüber 49 Jahren im afrikanischen Durchschnitt) und die Alphabetisierungsrate (84% gegenüber 58% in Afrika) sind hoch.